Kopfschmerzen und Migräne

Biomechanisches Wissen gezielt nutzen


Welche Ursachen können Kopfschmerzen haben?

Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen unserer Zeit. Die Medizin kennt heute sehr viele Arten des Kopfschmerzes. Zu den häufigsten Ursachen zählen jedoch biomechanische Ungleichgewichte im Schulter-Nackenbereich und Migräne.


Woran ist der biomechanisch bedingte Kopfschmerz zu erkennen?

Der biomechanisch bedingte Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz) äußert sich in einem drückenden, ziehenden Schmerz, der überall im Kopf sitzen kann. Der Schmerz strahlt in der Regel vom Schulter-/ Nackenbereich bis hoch in den Kopf. Bei der Untersuchung lassen sich oft Funktionsstörungen von Gelenken der Halswirbelsäule oder des Kiefers feststellen. Die umgebende Muskulatur ist in einer Art Schutzreflex verspannt. Aus der daraus resultierenden Fehlbelastung entsteht der typische Spannungskopfschmerz.


Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen: Während bei über 70% der Bevölkerung mindestens einmal jährlich anfallsweise Kopfschmerzen auftreten, leiden bis zu 5% unter chronischen Verläufen. Dabei entfallen über 90% der Kopfschmerzerkrankungen auf die beiden primären Kopfschmerzformen Migräne und Spannungskopfschmerz, die auch kombiniert auftreten können.


Woran ist eine Migräne zu erkennen?

Die echte Migräne ist seltener als der Spannungskopfschmerz. Sie kann bereits im Kindesalter auftreten. Als Migräne (zu dt.: halber Schädel) bezeichnet man anfallartige Kopfschmerzen, die wiederholt und meist halbseitig auftreten. Sie gehen oft mit Übelkeit, Erbrechen, Flackern vor den Augen, Gesichtsfeldausfällen oder anderen neurologischen Fehlfunktionen einher. Setzt der typische Kopfschmerz ein, ist dieser stark, stechend oder pulsierend und häufig mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit verbunden.

 

Bei einigen Migränepatienten wird ein Teil der Schmerzen durch Spannungskopfschmerz mitverursacht. Ist dies der Fall, kann mit einer chiropraktischen Behandlung oft eine deutliche Verbesserung der Symptome erreicht werden. Ein weiterer Ansatz liegt in der Stimulierung peripherer Nerven und der daraus resultierenden Einflussnahme auf den Tonus (Spannung) der Wandmuskulatur der beteiligten Blutgefäße.


Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Der Chiropraktor untersucht zunächst, ob es einen Zusammenhang zwischen Ihrem Kopfschmerz und dem Funktionszustand Ihrer Gelenke, Muskeln und Nerven gibt. Ist der Kopfschmerz mechanisch bedingt oder mitbedingt, ist eine chiropraktische Behandlung sinnvoll. Durch die chiropraktische Behandlung soll die Beweglichkeit schlecht funktionierender Bewegungssegmente wiederhergestellt werden. Dadurch können Gelenkschmerzen, Muskelverkrampfungen und Nervenreizungen gelindert oder beseitigt werden.

 

Kernstück der Behandlung ist die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke, also von Gelenken, die eine Bewegungs- bzw. Funktionsstörung aufweisen. Hierbei wird das betroffene Gelenk entweder durch eine vorsichtige, mobilisierende Bewegung oder gegebenenfalls durch einen präzise ausgeführten Impuls innerhalb seiner anatomischen Grenzen bewegt. Das Lösen eines blockierten Gelenkes ist oft mit einem hörbaren, aber schmerzfreien und ungefährlichen Knacken verbunden. Es wird durch das Zusammenfallen (Implodieren) von Gasblasen im Gelenkspalt hervorgerufen. Bei Bedarf werden auch die beteiligten Weichteile (Bänder, Sehnen, Muskeln, Faszien) in die Behandlung mit einbezogen. Außerdem können Rehabilitationsübungen, Beratungen zur Ergonomie und zur allgemeinen gesunden Lebensführung Teil der chiropraktischen Kopfschmerz-Behandlung sein.

 

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.